UN-Hochkommissar drängt auf dauerhaften Frieden im Südsudan

UN-Hochkommissar drängt auf dauerhaften Frieden im Südsudan

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hat Regierung und Rebellen im Südsudan aufgefordert, mehr Anstrengungen für einen dauerhaften Frieden zu unternehmen. Trotz der Unterzeichnung eines Friedensvertrags im September 2018 sei die Lage weiter kritisch, erklärte Grandi am Freitag in Genf. Sechs Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs in dem nordostafrikanischen Land seien Millionen Menschen entwurzelt und auf der Suche nach Sicherheit und Hilfe. Mehr als zwei Millionen seien ins benachbarte Ausland geflohen.

Die Regierung von Präsident Salva Kiir und die Rebellen unter Führung von Riek Machar hatten eine Frist zur Bildung einer Übergangsregierung am 12. November verstreichen lassen und sich eine Verlängerung von 100 Tagen eingeräumt. Diese läuft am 20. Februar ab. Auch die Regierung des Nachbarlandes Sudan hatte vor wenigen Tagen kritisiert, bislang sei noch keine der entscheidenden Fragen gelöst, die Zeit werde knapp.

Grandi warnte, die Not der Bevölkerung im Südsudan werde durch die Folgen des Klimawandels noch verschärft. Überflutungen nach Starkregen hätten Menschenleben gekostet und Siedlungen zerstört. Erst die Umsetzung des Friedensabkommens werde es ermöglichen, den Menschen wirksam zu helfen. Nach Prognosen des Welternährungsprogramms wird die Zahl der Hungernden im Südsudan Anfang des Jahres auf bis zu 5,5 Millionen steigen, das wäre beinahe jeder zweite Einwohner. Der Südsudan hat sich erst 2011 vom Sudan gelöst und zählt zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Erde.

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