Sanierung des Thomaskirchen-Geläuts wird deutlich teurer

Sanierung des Thomaskirchen-Geläuts wird deutlich teurer

Für die Sanierung des historischen Geläuts der Leipziger Thomaskirche wird deutlich mehr Geld benötigt als zunächst angenommen. Die Gesamtkosten hätten sich unter anderem wegen umfangreicherer Reinigungsarbeiten auf knapp 500.000 Euro erhöht, teilte der Förderverein Thomaskirche - Bach am Donnerstag in Leipzig mit. Zu Beginn der Arbeiten im Juni waren die Kosten noch auf rund 350.000 Euro geschätzt worden.

Offen sei nun noch ein Betrag von etwa 63.000 Euro, der durch private Spender eingenommen werden soll, erklärte der Verein. Bereits zum Start der Sanierungsarbeiten war der größte Teil der Kosten durch private oder institutionelle Spenden abgedeckt worden. Auch die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und das städtische Amt für Denkmalpflege steuerten zusammen mehr als 100.000 Euro bei.

Der erste Bauabschnitt zur Sanierung der unteren Glockenstube soll den Angaben zufolge noch bis Frühjahr 2020 dauern. In einem zweiten Abschnitt ist unter anderem die Ergänzung des bisherigen Geläuts in der oberen Glockenstube um vier kleinere Glocken geplant. Den vorgesehenen Abschluss des gesamten Projekts gab der Verein nun nicht mehr mit Ende 2020, sondern mit Ende 2021 an.

Die vier Bronzeglocken der geschichtsträchtigen evangelischen Kirche bilden laut Verein eines der bedeutendsten Geläute innerhalb der sächsischen Landeskirche. Ihr Zustand, aber auch ihre fehlerhafte Aufhängung und eine veraltete Antriebstechnik machen die Restaurierung erforderlich. Durch die Ergänzung um vier kleinere Glocken soll zudem die Tonlage des bislang sehr tiefen Geläuts heraufgesetzt werden.

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