Aramäer erinnern an Schicksal von verschleppten Erzbischöfen

Aramäer erinnern an Schicksal von verschleppten Erzbischöfen

Am Internationalen Tag der Menschenrechte hat der Bundesverband der Aramäer in Deutschland an das ungewisse Schicksal der beiden Erzbischöfe Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und Boulos Yazigi aus Aleppo erinnert. Der Verband forderte die Bundesregierung am Dienstag in Heidelberg erneut auf, ernsthafte Anstrengungen zur Aufklärung des Falls zu unternehmen.

Der syrisch-orthodoxe Erzbischof Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und der griechisch-orthodoxe Erzbischof Boulos (Paul) Yazigi waren am 22. April 2013 bei Aleppo von islamistischen Kämpfern verschleppt worden. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen von ihnen. Vertreter der syrischen Opposition hätten nach der Entführung wiederholt Aussagen über den Aufenthaltsort und Zustand der entführten Bischöfe gemacht, erklärte der Verband. Auch seien bereits Angaben zu laufenden Verhandlungen und der Identität der Entführer gemacht worden.

Beide Geistliche hatten sich für die Freilassung von Geiseln, Frieden, den interreligiösen Dialog und das friedliche Zusammenleben in Syrien eingesetzt. Die Würdenträger gelten als Verfechter der friedlichen Koexistenz von Religionsgemeinschaften und Volksgruppen in Syrien. Die christlichen Aramäer sind überwiegend Angehörige der syrischen Kirchen. In Deutschland leben nach eigenen Angaben heute rund 90.000 Aramäer.

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