Katholischer Theologe Metz im Alter von 91 Jahren gestorben

Katholischer Theologe Metz im Alter von 91 Jahren gestorben
Der katholische Theologe Johann Baptist Metz ist tot. Der Theologe von Weltrang starb im Alter von 91 Jahren am Montag in Münster, bestätigte die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Münster am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Die katholische Kirchenvolksbewegung "Wir sind Kirche" würdigte Metz als einen der profiliertesten und einflussreichsten Theologen der Gegenwart. Metz gilt als Begründer einer neuen, linken politischen Theologie.

Das Lebenswerk von Metz sei zukunftsweisend für eine grundlegende Reform der Theologie und Kirche gewesen, sagte Christian Weisner von "Wir sind Kirche" am Dienstag dem epd. Er habe mit seiner Idee der neuen politischen Theologie an die gesellschaftliche Verantwortung des Christentums erinnert. Der Theologe gehörte zu den bedeutenden Wissenschaftlern einer "Theologie nach Auschwitz" und engagierte sich vor allem im christlich-jüdischen Dialog.

Am 5. August 1928 wurde Metz im oberpfälzischen Auerbach geboren. Nach seinen Studien in Bamberg, Innsbruck und München und der Priesterweihe übernahm er 1963 eine Professur für Fundamentaltheologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, wo er bis 1993 lehrte.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) würdigte Metz am Dienstag als einen der weltweit bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts: "Mit großer Trauer habe ich vom Tod von Professor Johann Baptist Metz erfahren. Mit ihm verlieren wir einen Theologen von Weltrang, eine starke Stimme für den christlich-jüdischen Dialog und einen herausragenden Vordenker aus Nordrhein-Westfalen." Metz habe die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) und die politische Theologie für die Armen und Leidenden geprägt. Im Februar 2019 war Johann Baptist Metz mit dem NRW-Verdienstorden ausgezeichnet worden.

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