Eine Woche nach Bootsunglück Leichen aus Meer vor Lampedusa geborgen

Eine Woche nach Bootsunglück Leichen aus Meer vor Lampedusa geborgen

Eine Woche nach einem Bootsunglück sind in unmittelbarer Nähe der italienischen Insel Lampedusa die Leichen von sieben Flüchtlingen geborgen worden. Taucher fanden sie nach Angaben der italienischen Küstenwache vom Samstagabend in 47 Metern Tiefe nahe dem gekenterten Boot. Am Sonntag wollten Taucher die Suche mit Hilfe einer Unterwasserdrohne fortsetzen.

Die Flüchtlinge waren am vergangenen Wochenende ums Leben gekommen, nachdem ihr Boot bei hohem Seegang weniger als eine Seemeile vor Lampedusa gekentert war. Die von Fischern zu Hilfe gerufene Küstenwache rettete an der Unglücksstelle 149 Menschen, darunter ein Kleinkind und einen Blinden. Am Tag nach dem Unglück wurden die Leichen von drei Frauen aus dem Wasser geborgen. Die Leichen zweier weiterer Frauen wurden am Strand der Lampedusa vorgelagerten Insel Conigli entdeckt.

Das Boot war nach Berichten von Überlebenden aus Algerien, Eritrea, Libyen, Tunesien und Pakistan zwei Tage vor dem Unglück von einem Strand an der Grenze zwischen Libyen und Tunesien aus gestartet.

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