Reformierte: Kirche muss Seenotrettung im Mittelmeer unterstützen

Reformierte: Kirche muss Seenotrettung im Mittelmeer unterstützen

Die Evangelisch-reformierte Kirche hat die Notwendigkeit der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer und eines eigenen kirchlichen Beitrags dafür betont. "Wir sehen uns durch das Evangelium von Jesus Christus zur unmittelbaren Hilfe herausgefordert", sagte Kirchenpräsident Martin Heimbucher am Donnerstag vor der Herbstsynode der Reformierten in Emden. "Solange der staatlich organisierte Grenzschutz nicht verhindert, dass auf dem Mittelmeer und also an den Grenzen Europas so viele Menschen sterben, solange ist auch eine zivile und von der Kirche unterstützte Seenotrettung nötig", unterstrich der Theologe.

Auf Initiative des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) soll mit kirchlicher Unterstützung ein Schiff zur Seenotrettung ins Mittelmeer entsandt werden. Dafür soll im Advent eine Spendensammlung gestartet und am 3. Dezember ein Aufruf veröffentlicht werden, der zu dem gesellschaftlichen Bündnis "United 4 Rescue" ("gemeinsam retten") einlädt. Unter dem Hashtag #WirschickeneinSchiff soll es eine Online-Spendenkampagne geben.

Im September hatte die EKD bekanntgegeben, dass sie zusammen mit einem Verein die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch beauftragen möchte, ein Schiff ins Mittelmeer zu schicken. Der Beschluss geht auf eine Initiative des evangelischen Kirchentags im Juni zurück.

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