Evangelische Kirche kritisiert Rechtsextremen-Demo in Duisburg

Evangelische Kirche kritisiert Rechtsextremen-Demo in Duisburg

Die evangelische Kirche in Duisburg hat vor der geplanten Demonstration von Rechtsradikalen am Sonntag zu Gegenwehr aufgerufen. Man müsse rechtsextremer Ideologie und Hetze widersprechen, erklärte die Synode des evangelischen Kirchenkreises Duisburg am Freitagabend. Völkische und rassistische Umtriebe seien drauf und dran, wieder in der Mitte der Gesellschaft Platz zu greifen. "Das ist mit unserem christlichen Glauben unvereinbar." Am Volkstrauertag wollen die rechtsextremen Organisationen "Pegida NRW" und "NRW stellt sich quer" eine Demonstration in Duisburg abhalten.

Das Parlament des Kirchenkreises erklärte, "Pegida" sei rechtsradikal und rassistisch. Die Rechtsradikalen seien Hetzer, die den demokratischen Rechtsstaat zerstören wollten und stünden für eine Ideologie, in der die Menschenwürde mit Füßen getreten werde. "Dem überall und bei jeder Gelegenheit entgegenzutreten, ist die Pflicht aller Menschen guten Willens, gleich welcher politischen und religiösen Orientierung sie folgen", hieß es in der von den 90 Abgeordneten einstimmig beschlossenen Erklärung.

Gegen die geplante Rechtsextremen-Demo haben Parteien und Initiativen zu mehreren Gegenkundgebungen aufgerufen, wie das Bündnis "Duisburg stellt sich quer" ankündigte. Dazu gehören unter anderem der örtliche Kreisverband der Linken, die Initiative "Flüchtlinge für Flüchtlinge" und das Friedensforum Duisburg.

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