Sächsische Synode berät über Bischofsrücktritt

Sächsische Synode berät über Bischofsrücktritt

Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens tritt am Freitag zu viertägigen Beratungen in Dresden zusammen. Zum Auftakt der Herbsttagung soll der zurückgetretene Landesbischof Carsten Rentzing (52) in einem Gottesdienst aus seinem Amt verabschiedet werden. Die Predigt hält der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister. Er ist auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

Direkt im Anschluss an den Gottesdienst werde Rentzing eine Erklärung abgeben, hieß es. Er hat sich bisher nur in schriftlicher Form zu seinem Rücktritt geäußert. Hintergrund sind von Rentzing als Student verfasste Texte, die das sächsische Landeskirchenamt als "elitär, in Teilen nationalistisch und demokratiefeindlich" eingestufte. Sie waren am 12. Oktober, einen Tag nach Rentzings Rücktrittsankündigung, bekanntgeworden. Zu diesem Zeitpunkt war Rentzing im Jahresurlaub.

Die Synode will sich auf ihrer Tagung mit dem Rücktritt des Bischofs beschäftigen. Synodalpräsident Otto Guse hatte angekündigt, dass die Landeskirche grundsätzlich auch zu klären habe, wo die Grenzen zwischen rechtsextremen Äußerungen und den Positionen wertekonservativer Christen liegen.

Die Synodalen wollen zudem den Haushalt für das kommende Jahr verabschieden. Der neue Etat umfasst rund 232,7 Millionen Euro und damit etwa 6,7 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr. Die Synode ist das gesetzgebende Organ der Landeskirche und tritt in der Regel zweimal im Jahr in der Dresdner Dreikönigskirche zusammen.

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