Zentralratsvorsitzender Schuster: 9. November 1938 nicht vergessen

Zentralratsvorsitzender Schuster: 9. November 1938 nicht vergessen

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat die historische Bedeutung des 9. Novembers in Deutschland hervorgehoben. Er könne nachvollziehen, dass in diesem Jahr der 30. Jahrestag des Mauerfalls einen besonderen Stellenwert einnehme, sagte Schuster der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" (Samstag). Deshalb dürfe man aber nicht die Geschehnisse des 9. November 1938 vergessen. Die Pogromnacht habe jedem deutlich gemacht, in welche Richtung sich der Nationalsozialismus entwickelt.

"Es ist gut, wenn es solche Art von festen Gedenktagen gibt, die uns dazu veranlassen, innezuhalten und zurückzublicken", sagte der 65-Jährige. Angesichts zunehmender antisemitischer Vorfälle mahnte Schuster, einen kühlen Kopf zu bewahren. "Es ist nicht so, dass man sich als Jude in Deutschland verstecken muss", erklärte er. Jedoch gebe es Brennpunkte, insbesondere in den Metropolen. "Ich denke hier zum Beispiel an Berlin oder Dortmund, wo wir Schwerpunkte haben, die man mit Intensität bekämpfen muss."

epd fu

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