Kabinett billigt Verbot von Plastiktüten

Kabinett billigt Verbot von Plastiktüten

Die Bundesregierung hat ein Verbot von Plastiktüten auf den Weg gebracht. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Plastiktüten mit einer Wandstärke unter 50 Mikrometer künftig verboten werden, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Mittwoch in Berlin. Müllbeutel seien davon nicht betroffen. Der Gesetzentwurf muss noch vom Bundestag gebilligt werden.

Ausnahmen soll es auch für die sogenannten Hemdchenbeutel geben, die oft in Supermärkten an Obst- und Gemüseständen von der Rolle verfügbar sind. Ein Verbot dieser leichten Kunststoffbeutel mit einer Wandstärke von weniger als 15 Mikrometern würde zu mehr Abfall führen, da die Ware dann vorab in kleineren Gebinden abgepackt werde, hieß es zur Begründung.

"Plastiktüten sind der Inbegriff der Ressourcenverschwendung", sagte Schulze. Sie würden aus Rohöl hergestellt und oft nur wenige Minuten genutzt. Häufig landeten sie in der Umwelt, "wo sie über viele Jahrzehnte verbleiben und jede Menge Schäden anrichten können".

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