UN intensivieren Suche nach neuem Ort für Klimagipfel

UN intensivieren Suche nach neuem Ort für Klimagipfel

Genf (epd). Nach der Absage des Weltklimagipfels im krisengeschüttelten Chile intensivieren die Vereinten Nationen ihre Suche nach einem neuen Tagungsort. Eine Entscheidung müsse schnell fallen, um die Großveranstaltung wie geplant im Dezember stattfinden zu lassen, unterstrich UN-Sprecher Rhéal LeBlanc am Freitag in Genf.

Die spanische Regierung hatte am Donnerstag Madrid als Konferenzort angeboten. Als weitere Alternativen gelten die UN-Standorte Bonn, Genf und New York. UN-Sprecher LeBlanc äußerte sich zu diesen Städten nicht. Die Entscheidung werde im UN-Klimasekretariat in Bonn getroffen, sagte er.

Diplomaten bezweifelten, dass der Weltklimagipfel noch in diesem Jahr stattfinden kann. Konferenzen dieser Größenordnung mit mehreren Tausend Teilnehmern erfordern in der Regel mindestens ein Jahr Vorbereitung.

Vorgesehen war der Gipfel vom 2. bis 13. Dezember in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Delegierte aus mehr als 190 Ländern wollten über die weitere Umsetzung des 2015 in Paris vereinbarten Klimaabkommens beraten.

Grund für die Absage sind politische Unruhen. Chile wird derzeit von Massenprotesten gegen die Sozialpolitik der konservativen Regierung unter Präsident Sebastián Piñera erschüttert. Es kam zu Ausschreitungen und gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Mehrere Menschen wurden dabei getötet.

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