Bundestagsgremium: Staaten müssen mehr tun gegen Armut weltweit

Bundestagsgremium: Staaten müssen mehr tun gegen Armut weltweit

Im Kampf gegen Hunger und Armut und für eine bessere Welt 2030 bleiben die reichen Länder nach Einschätzung von Fachleuten noch weit von den angestrebten Zielen entfernt. Wie der Bundestag am Donnerstag mitteilte, wurde dies bei einem öffentlichen Fachgespräch des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung am Mittwoch deutlich.

Demnach sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), international komme man bei der Umsetzung der sogenannten Nachhaltigkeitsziele für 2030 zu langsam zu voran. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, Maria Flachsbarth (CDU), kündigte eine Informationskampagne an, die ab November in zehn deutschen Städten für das Thema sensibilisieren soll.

Die Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung, Rebecca Freitag und Felix Kaminski, die junge Menschen aus Deutschland bei der UN-Generalversammlung im September in New York vertraten, äußerten scharfe Kritik. In New York hatten Staats- und Regierungschefs auch Zwischenbilanz zu dem bisherigen Weg zu den Nachhaltigkeitszielen gezogen und beraten, wie künftig effektiver gehandelt werden könnte. Kaminski beurteilte die bisherige Situation als "ziemlich düster" und verwies auf ein Versagen bei den ökologischen Zielen. Freitag betonte, es brauche grundlegende und strukturelle Veränderungen etwa in den Bereichen Verkehr, Landwirtschaft, Energie und im Wirtschaftssystem. "Schönheitskorrekturen" reichten nicht aus.

Bei den Nachhaltigkeitszielen handelt es sich um 17 Ziele, die von der Staatengemeinschaft 2015 vereinbart wurden. Sie sollen allen Menschen ein Leben in Wohlstand und Würde ermöglichen. Das wichtigste Vorhaben dabei ist, extreme Armut und Hunger bis 2030 vollständig zu überwinden.

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