Demonstrationen gegen Fremdenhass in Frankfurt am Main

Demonstrationen gegen Fremdenhass in Frankfurt am Main

Frankfurt a.M., Marburg (epd). Rund 900 Menschen haben am Sonntag nach Polizeiangaben in Frankfurt am Main gegen Antisemitismus und Rassismus demonstriert. Dazu aufgerufen hatte die Stadt Frankfurt in Absprache mit der jüdischen Gemeinde der Stadt. Marc Grünbaum vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt machte bei der Kundgebung die AfD für die Spaltung der Gesellschaft verantwortlich.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte, es sei beschämend, dass das jüdische Leben in Deutschland geschützt werden müsse. Bereits am Samstag waren in Marburg 3.000 Menschen gegen Fremdenhass und für Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern auf die Straße gegangen.

In Halle waren am Mittwoch während eines Gottesdienstes zum jüdischen Feiertag Jom Kippur in der Nähe der Synagoge zwei Menschen erschossen worden. Der Täter soll versucht haben, in die Synagoge einzudringen, was aber misslang. Der nach dem Anschlag festgenommene Stephan B. hat die Tat inzwischen gestanden. Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist von einem antisemitischen Motiv und einem rechtsextremistischen Hintergrund auszugehen.

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