Kirchen äußern Entsetzen nach Angriff in Halle

Kirchen äußern Entsetzen nach Angriff in Halle

Nach der Schuss-Attacke mit zwei Toten in Halle haben Kirchenvertreter Entsetzen und Trauer geäußert. "Die Attacke auf die Synagoge in Halle ist abscheulich und unerträglich", sagte der Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, am Mittwoch in Magdeburg. Sein katholischer Amtskollege Gerhard Feige übermittelte von einer Konferenz in Bosnien-Herzegowina Bestürzung: "Es ist eine menschliche Katastrophe, dass Juden in Deutschland nicht in Frieden leben und den Versöhnungstag Jom Kippur feiern können."

Auch wenn die Sachlage derzeit noch nicht geklärt sei, ließen die Aussagen der Polizei "schlimmes befürchten", erklärte Feige. Die Katholiken seines Bistums trauerten mit den jüdischen Nachbarn. Der evangelische Bischof Kramer sagte, alle Menschen guten und friedlichen Willens seien aufgerufen, "einem Klima des Hasses und jeglicher Gewalt entgegenzutreten".

In Halle waren am Mittwoch zwei Menschen erschossen worden. Es fielen mehrere Schüsse "in der Nähe einer Synagoge", wie die Polizei mitteilte. Die Polizei fahndete mit Hochdruck nach den Tätern. Am frühen Nachmittag wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Zu den Hintergründen der Tat machte die Polizei zunächst keine konkreten Angaben. Die Stadtverwaltung sprach von einer "Amoklage". Der Generalbundesanwalt zog schnell nach der Tat die Ermittlungen an sich. Der Fall habe eine besondere Bedeutung, hieß es zur Begründung.

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