Bayern fordert im Bundesrat umfassendes Plastiktüten-Verbot

Bayern fordert im Bundesrat umfassendes Plastiktüten-Verbot

Für ein umfassendes Plastiktütenverbot setzt sich der Freistaat Bayern mit einer Bundesratsinitiative ein, die an diesem Freitag behandelt werden soll. Die Initiative gehe deutlich über den Vorschlag hinaus, den das Bundesumweltministerium kürzlich vorgelegt hat, sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Donnerstag in München.

Mit der Initiative wird die Bundesregierung aufgefordert, das Inverkehrbringen von Einweg-Plastiktüten zu verbieten, wie es in der Mitteilung hieß. Daneben soll sie prüfen, ob auch weitere, von der jüngsten EU-Einwegplastik-Richtlinie bisher nicht erfasste Erzeugnisse aus Kunststoff künftig nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen. Auf der Liste dieser Richtlinie stünden bislang etwa Wattestäbchen, Besteck, Teller oder Trinkhalme.

Der Bund bleibe mit seinen Plänen auf halber Strecke stehen, sagte Glauber. "Wir brauchen ein umfassendes Verbot von Plastiktüten. Pauschale Ausnahmen davon soll es nicht geben." Plastik bleibe Plastik. "Wir wollen die Berge von Konsummüll abbauen", erklärte Glauber. Der Vorschlag des Bundes dagegen sehe vor, dass kleine leichte Tüten etwa für Obst und Gemüse sowie besonders stabile Tüten nicht erfasst werden.

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