Brasiliens Außenminister Araújo kritisiert "Umwelthysterie"

Brasiliens Außenminister Araújo kritisiert "Umwelthysterie"

Angesichts der internationalen Sorge über die Waldbrände im Amazonasgebiet hat der brasilianische Außenminister Ernesto Araújo westlichen Politikern eine "Umwelthysterie" vorgeworfen. Diese Politiker missbrauchten den Klimawandel als Vorwand, "um ihre eigenen politischen Ziele durchzusetzen", sagte Araújo am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Besuch in Washington laut der brasilianischen Zeitung "Folha de São Paulo".

Das Thema führe zu einer "kollektiven Hypnose" und sei eine Bedrohung für die Souveränität seines Landes, erklärte er. Vor allem europäische Regierungen hatten Brasilien aufgefordert, gegen die ausufernden Waldbrände im Amazonasgebiet vorzugehen, die eine Bedrohung für das Weltklima seien.

Der Minister der ultrarechten brasilianischen Regierung bestritt, dass es eine Zunahme von Walbränden in diesem Jahr im Amazonas-Regenwald gibt, und widersprach damit den Angaben des staatlichen brasilianischen Weltrauminstituts Inpe. Im Monat August nahm die Zahl der Waldbrände im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut Inpe um 82 Prozent zu. Im Bundesstaat Mato Grosso do Sul wurden innerhalb eines Monates etwa 1.600 neue Feuer entdeckt. Tausende Feuerwehrleute und das Militär kämpfen gegen das Feuer.

Araújo machte die Medien für "falsche Informationen" verantwortlich, die dem Ansehen Brasiliens schadeten. Viele sagten, es gebe einen Klimawandel, der durch den Menschen ausgelöst worden sei, sagte Araújo bei seiner Rede vor dem konservativen Think Tank Heritage Foundation. "Aber keiner weiß es genau."

Die Feuer sind durch die große Trockenheit, vor allem aber durch Brandrodung ausgebrochen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Landwirte, die verdächtigt werden, bewusst Feuer gelegt zu haben. Auch in angrenzenden Ländern wüten Brände.

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