Große Mehrheit lehnt Strafgebühr für häufige Arztbesuche ab

Große Mehrheit lehnt Strafgebühr für häufige Arztbesuche ab

Fast zwei Drittel der Bundesbürger lehnen laut einem Zeitungsbericht Strafgebühren bei häufigen Arztbesuchen ab. Wie die "Augsburger Allgemeine" (Mittwoch) berichtete, sprachen sich in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey 59 Prozent der Befragten gegen einen entsprechenden Vorstoß des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, aus.

Lediglich 28 Prozent bewerteten Sanktionen für Patienten, die beliebig oft Haus- und Fachärzte aufsuchen, als positiv. Der Rest äußerte sich auf die Frage: "Wie bewerten Sie die Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, häufige Arztbesuche mit Hilfe einer 'Strafgebühr' für Patienten zu reduzieren?" unentschieden. Die "Augsburger Allgemeine" hatte die Umfrage unter rund 5.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland in Auftrag gegeben.

KBV-Chef Gassen hatte am Wochenende bestimmten Patienten vorgeworfen, ihre Gesundheitskarte wie eine Flatrate gnadenlos auszunutzen. Gassen forderte Sanktionen für Kassenpatienten, die mit zu häufigen Arztbesuchen für lange Wartezeiten und überlastete Notfallambulanzen sorgten und brachte Wahltarife der Krankenkassen für eine freie Praxiswahl ins Spiel.

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