Zum 13. Mal Forstrock gegen rechts

Zum 13. Mal Forstrock gegen rechts
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Mit der Band "Feine Sahne Fischfilet" ist am Samstag das 13. Festival "Jamel rockt den Förster" bei Wismar zu Ende gegangen. Zuvor hatten die rund 1.200 Zuschauer Musiker wie "Mia", Thees Uhlmann, Max Herre, die Donuts und Sammy Deluxe bejubelt. Es gehört zur Philosophie des Festivals, dass die Bands vorab nicht bekanntgegeben werden. Damit wollen die Organisatoren Birgit und Horst Lohmeyer den politischen Charakter der Veranstaltung betonen. Der zweitägige "Forstrock" fand bereits zum 13. Mal statt.

Das nicht-kommerzielle, ehrenamtlich organisierte Festival soll nach Angaben seiner Gründer in erster Linie zeigen, wie man sich entspannt und gewaltfrei für Demokratie und gegen Rechtsradikalismus einsetzen kann. Das Künstlerpaar Lohmeyer war 2004 von Hamburg nach Jamel gezogen und wehrt sich seitdem gegen die rechtsextreme Szene in dem 40-Einwohner-Dorf bei Wismar. Dafür wurden die Lohmeyers bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Zum Start am Freitagabend hatte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) als Schirmherrin das Festival eröffnet. "Jamel rockt den Förster" wolle Flagge zeigen, vor allem für Demokratie und Toleranz - das sei die zentrale Botschaft, sagte sie. Es erfordere viel Mut, sich Rechtsextremisten entgegenzustellen, besonders, wenn man ihnen allein im eigenen Dorf gegenüberstehe. Sie dankte vor allem Birgit und Horst Lohmeyer, die das Festival 2007 ins Leben gerufen hatten: "Sie sind ein Vorbild für uns alle!"

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