Katholische Kirche erinnert an Maximilian Kolbe

Deutschland spricht 2019
Katholische Kirche erinnert an Maximilian Kolbe

Die katholische Kirche hat an den von den Nazis ermordeten Franziskanerpater Maximilian Kolbe erinnert. Kolbe sei ein "Patron Europas und der ganzen Menschheit", erklärte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, laut Redetext am Mittwoch im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz.

Die katholische Kirche verehrt Kolbe heute als einen der wichtigsten Märtyrer des 20. Jahrhunderts. Der Franziskaner hatte im Juli 1941 die Lagerleitung gebeten, ihn anstelle eines zum Tod verurteilten Familienvaters hinzurichten. Zwei Wochen später, am 14. August 1941, wurde Kolbe mit einer Giftspritze in Auschwitz getötet.

Der polnische Ordensmann wurde von Papst Paul VI. selig und 1982 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Wie die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mitteilte, nahm Schick im Rahmen eines Workshops der Maximilian-Kolbe-Stiftung, deren Verwaltungsratsvorsitzender er ist, am Gedenktag für Kolbe in Auschwitz teil. Seit Sonntag treffen sich dort 45 Teilnehmer aus zwölf Ländern Europas und befassen sich mit dem Thema "Umgang mit der gewaltbelasteten Vergangenheit". Der einwöchige Workshop findet zum zehnten Mal statt.