UN liefern wieder Lebensmittel an hungernde Menschen in Jemen

UN liefern wieder Lebensmittel an hungernde Menschen in Jemen

Die Vereinten Nationen wollen nach zwei Monaten Unterbrechung wieder Lebensmittel an rund 850.000 hungernde Menschen in Jemens Hauptstadt Sanaa liefern. Die Huthi-Rebellen, die Sanaa kontrollieren, würden eine transparente und gerechte Verteilung der Rationen sicherstellen, teilte ein Sprecher des Welternährungsprogramms (WFP) am Freitag in Genf mit.

Die Kinder, Frauen und Männer müssten dringend Lebensmittel erhalten, betonte WFP-Sprecher Herve Verhoosel. Das WFP und die Behörden der Huthi-Rebellen hätten eine Vereinbarung abgeschlossen, die es ermögliche, besonders Bedürftige zu identifizieren. Insgesamt sollen neun Millionen Menschen, die in Gebieten unter Huthi-Kontrolle leben, erfasst werden.

Das WFP hatte die Lieferungen in Sanaa eingestellt, nachdem Rebellen Lebensmittel entwendet hatten. Im Jemen mit schätzungsweise 28 Millionen Einwohnern herrscht nach Einschätzung der UN die schlimmste humanitäre Krise weltweit. Die Menschen leiden unter Gewalt, Hunger und Krankheiten.

Die Regierung kämpft mit Hilfe einer von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition gegen die Huthi-Rebellen, die aus dem Iran Unterstützung erhalten. Saudi-Arabien steht wegen der Bombardierung von Kliniken und anderer ziviler Ziele immer wieder in der Kritik.

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