Tansania bleibt bei Todesstrafe

Tansania bleibt bei Todesstrafe

Tansania behält die gesetzliche Todesstrafe bei, die seit 1994 nicht mehr vollstreckt wurde. Das Oberste Gericht entschied am Donnerstag, dass es nicht genügend Gründe für deren Abschaffung gebe, wie der britische Sender BBC berichtete. Damit wurde eine Klage von Menschenrechtsorganisationen abgelehnt. Sie sehen die Todesstrafe als verfassungswidrig an, weil sie gegen das Recht auf Leben verstoße.

In Tansania wurde seit 25 Jahren niemand mehr hingerichtet. Laut BBC wurden etwa 500 Angeklagte zum Tode verurteilt, einige dieser Strafen seien aber in lebenslänglich umgewandelt worden. Erst im März war ein Lehrer zum Tode verurteilt worden, weil er einen 14-jährigen Schüler zu Tode geprügelt haben soll.

Präsident John Magufuli hatte 2017 in einem BBC-Interview angedeutet, keine Todesurteile vollstrecken zu lassen. Laut Amnesty International wird die Todesstrafe noch in mehr als zehn afrikanischen Ländern praktiziert.

Meldungen

Top Meldung
 Susanne Breit-Keßler
Sich um Arme, Fremde, Kranke, Sterbende und Gefangene zu kümmern, müsse in einer Familie selbstverständlich sein, "auch in einer weltweiten", sagte Susanne Breit-Keßler laut Redemanuskript am Sonntag in der Münchner Lukaskirche, wo sie in den Ruhestand verabschiedet wurde.