Städel-Museum zeigt Holzarbeiten von "Brücke"-Künstlern

Städel-Museum zeigt Holzarbeiten von "Brücke"-Künstlern

Das Städel-Museum in Frankfurt am Main präsentiert von diesem Mittwoch bis zum 13. Oktober Holzschnitte und Holzskulpturen von drei Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe "Brücke". Die Ausstellung "Geheimnis der Materie. Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff" spüre den Wechselbeziehungen zwischen den beiden Medien und dem natürlichen Werkstoff nach, sagte der Direktor Philipp Demandt am Dienstag. Holz hätten die Künstler vor allem wegen der Unebenheiten und Maserungen, der unterschiedlichen Faserstruktur und Härte geschätzt. Zu sehen seien 98 Holzschnitte, zwölf Skulpturen und fünf Druckstöcke.

Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), Erich Heckel (1883-1970) und Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) beschäftigten sich nach Angaben des Städels als einzige Vertreter der Künstlergruppe intensiv und lange mit der Holzbildhauerei. Der Holzschnitt nehme in ihrem druckgrafischen Schaffen eine zentrale Stellung ein. Die Technik habe die Künstler nicht als Mittel der Vervielfältigung gereizt, sondern als künstlerisches Druckverfahren. Der Großteil der gezeigten Werke stamme aus eigenem Bestand, der Sammlung Carl Hagemann. Hinzu kämen Leihgaben unter anderem aus dem Brücke-Museum Berlin, dem Stedelijk-Museum in Amsterdam, der Albertina Wien und aus Privatbesitz.

Die Brücke wurde am 7. Juni 1905 in Dresden von Kirchner, Heckel, Schmitt-Rottluff und Fritz Bleyl (1880-1966) gegründet. Später schlossen sich Emil Nolde (1867-1956), Max Pechstein (1881-1955), Otto Mueller (1874-1930), Cuno Amiet (1869-1961) und Kees van Dongen (1877-1968) der Gruppe an. Die Brücke-Künstler repräsentierten zusammen mit der Vereinigung "Der Blaue Reiter" die Kunstbewegung des deutschen Expressionismus.

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