Menschenkette für den Frieden in Dortmund

Menschenkette für den Frieden in Dortmund

In Dortmund haben am Samstag Hunderte Demonstranten eine Menschenkette für den Frieden gebildet. Die Aktion, zu der 51 Friedensorganisationen aufgerufen hatten, fand anlässlich des evangelischen Kirchentages in der Revierstadt statt. Die Veranstalter sprachen von etwa 2.500 Teilnehmern.

Ziel müsse sein, die Rüstungsausgaben weltweit zu senken und stattdessen die Mittel für zivile Krisenprävention und gewaltfreie Konfliktlösungen zu erhöhen, lautete die zentrale Forderung der Teilnehmer. Weltweit gebe es eine neue Dynamik der Aufrüstung, während Vereinbarungen zur Rüstungskontrolle aufgekündigt würden, hieß es.

Die Menschenkette zog sich über rund drei Kilometer vom Stadtgarten zu den Westfalenhallen, dem zentralen Veranstaltungsort des Kirchentages. In die Menschenkette reihten sich auch Spitzenvertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein.

"Gewalt ist immer eine Niederlage", erklärte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm. Gewaltfreiheit sei dagegen immer der bessere Weg. Der bayerische Landesbischof sprach sich unter dem Beifall der Demonstranten für eine völkerrechtliche Ächtung von Atomwaffen aus. Auch Waffenexporte müssten unterbunden werden. Es bräuchte nur einen Bruchteil der Summen, die für Rüstung ausgegeben werden, um den Hunger in der Welt zu besiegen.

epd lwd/fbr fu

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