AfD-Chef Meuthen wirft Kirchen "unfreundliche" Politik vor

Nach der Landtagswahl in Niedersachsen hat die AfD-Spitze erneut die Haltung der Kirchen zu der rechtskonservativen Partei kritisiert. AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen sagte am Montag in Berlin, es sei eine "Politik der EKD", sich "relativ unfreundlich" zur AfD zu äußern.

Meuthen führte das Wahlergebnis der AfD, die nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 6,2 Prozent in den Landtag in Hannover einzieht, auch auf die "protestantische Prägung" Norddeutschlands zurück.  

Das Ergebnis ist für die AfD deutlich schlechter als in anderen Bundesländern und auch niedriger als bei der Bundestagswahl vor drei Wochen ausgefallen. Meuthen sagte, der Norden sei evangelisch geprägt und stärker "links-grün". "Das geht für meine Begriffe miteinander einher."

Erfolg in evangelisch-pietistisch geprägten Regionen

Der Parteichef sagte allerdings auch, dass die AfD in den evangelisch-pietistisch geprägten Regionen Baden-Württembergs Erfolg habe und dass die hohen Stimmenanteile für die Partei im weitgehend nicht-kirchlich geprägten Osten mit konfessionellen Prägungen nicht zu erklären seien. Zudem erklärte er auf Nachfrage, auch die katholische Deutsche Bischofskonferenz sei in ihren Äußerungen "ganz und gar" nicht freundlich gegenüber der AfD. Das habe aber offensichtlich nicht solche Auswirkungen, sagte er und verwies unter anderem auf die Erfolge seiner Partei in Bayern.