Ökumenische Mahlfeier in Berliner Gethsemanekirche

Ökumenische Mahlfeier in Berliner Gethsemanekirche
Christen unterschiedlicher Konfessionen haben sich am Freitagabend in der Berliner Gethsemanekirche zu einem ökumenischen "Feier-Abend-Mahl" getroffen.

Die Begegnung beim evangelischen Kirchentag stand unter dem Motto "Du siehst mich - durch Mauern hindurch". Eingeladen hatten unter anderem die katholische Reformbewegung "Wir sind Kirche" und die evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg-Nord.

In Theaterdarbietungen und kurzen Impulsen wurden in der voll besetzten evangelischen Gethsemanekirche tatsächliche Mauern wie die Berliner Mauer, aber auch symbolische Mauern wie die zwischen Mensch und Gott thematisiert. Während der Feier rissen auch die Teilnehmer selbst buchstäblich eine Mauer ein: Sie trugen eine Wand aus Papphockern ab und nutzten sie anschließend als Sitzplätze für das gemeinsame Essen.

Vor 14 Jahren, außerhalb des Programms des ersten Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin, hatten zwei ökumenische Abendmahlsgottesdienste in der Gethsemanekirche für Aufregung in den Kirchenleitungen gesorgt. Danach wurde der an dem gemeinsamen Abendmahl für Protestanten und Katholiken beteiligte katholische Theologieprofessor Gotthold Hasenhüttl vom Priesteramt suspendiert.

Das "Feier-Abend-Mahl" sollte den Initiatoren zufolge aber keine Neuauflage von 2003 sein: Am Freitagabend wurden in Körben unter anderem Trauben und Brot herumgereicht. Eine Abendmahls-Liturgie im engeren Sinne wurde nicht gefeiert.

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