DuMont will Mantelteile nicht von anderen Verlagen beziehen

DuMont will Mantelteile nicht von anderen Verlagen beziehen
Die DuMont Mediengruppe will die Mantelteile ihrer Tageszeitungen nicht von anderen Verlagen beziehen. "Wir haben mehrfach deutlich betont, dass unsere eigene DuMont-Hauptstadtredaktion nicht zur Disposition steht", sagte ein Unternehmenssprecher am Montag auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Köln.

Er dementierte damit Medienberichte, wonach DuMont Angebote der Funke Mediengruppe und des Madsack-Konzerns für eine Mantelzulieferung in Betracht ziehe. DuMont gibt unter anderem den "Kölner Stadt-Anzeiger" und die "Berliner Zeitung" heraus.

In Berlin und Köln liefen jeweils Projekte zur Neuorganisation der Redaktion, sagte der Sprecher. Damit soll nach Unternehmensangaben auf die Anforderungen des digitalen Wandels reagiert werden. In Berlin ist auch die Boulevardzeitung "Berliner Kurier" in die Beratungen eingebunden. Die Projektergebnisse sollen in der letzten Oktoberwoche vorgestellt werden. Anfang 2017 steht zudem ein Umzug der "Berliner Zeitung", die bisher am Alexanderplatz sitzt, in die Umgebung des Spittelmarktes an. Weitergehende Spekulationen kommentiere man nicht, sagte der Sprecher.

Rückgang im Anzeigengeschäft

In Köln haben die Redaktionen von "Kölner Stadt-Anzeiger" und der Boulevardzeitung "Express" ein gemeinsames Projekt gestartet, das Möglichkeiten einer Zusammenarbeit prüfen soll. Daneben geht es auch um die medienübergreifende Werbevermarktung in der Region und den Ausbau von Logistik-Dienstleistungen. Die Ergebnisse des im September gestarteten Kölner Projekts werden nach Konzernangaben zum Ende des Jahres vorliegen.

Die DuMont Mediengruppe erzielte im Jahr 2015 einen Gewinn von 10,3 Millionen Euro. Laut Konzern wurde damit der Gewinn des Vorjahres mehr als verdoppelt. Grund hierfür sei vor allem die Verbuchung von "versicherungsmathematischen Gewinnen", die zum Konzernüberschuss von 7,1 Millionen Euro hinzugerechnet wurden, hieß es im Juli. Der Umsatz stieg 2015 um rund sieben Millionen Euro auf 546 Millionen Euro, wozu höhere Vertriebserlöse beitrugen. Im Anzeigengeschäft gab es allerdings einen Rückgang um 6,8 Prozent.