Vatikan tritt UN-Konvention gegen Korruption bei

Vatikan tritt UN-Konvention gegen Korruption bei
Der Vatikan ist als 180. Staat der UN-Konvention gegen Korruption beigetreten. Die internationalen Regeln zur Bekämpfung von Bestechung treten im Kirchenstaat am 19. Oktober in Kraft, wie der Heilige Stuhl am Freitag mitteilte.

In der Ratifizierungsurkunde, die bei den Vereinten Nationen eingereicht wurde, seien zwei Einschränkungen festgehalten, hieß es. Details dazu wurden nicht genannt.

Papst Franziskus geißelt Korruption immer wieder als "Plage der Menschheit". Erst am vergangenen Sonntag hatte er bei einer Messe zum 200-jährigen Bestehen der vatikanischen Gendarmerie gewarnt: "Ein Trinkgeld heute, ein Schmiergeld morgen, so kommt man langsam aber sicher zur Korruption. Er äußerte sich betroffen darüber, dass "Korruption überall verbreitet ist".

Der "Außenminister" des Heiligen Stuhls, Erzbischof Richard Gallagher, betonte am Freitag, dass "die wesentlichen Verfügungen" der Konvention im Vatikan längst Gesetz seien. Dennoch müssten nun Kurienbehörden ihre Verwaltungsprinzipien entsprechend der UN-Konvention revidieren.