"Wer Religionsfreiheit ernst nimmt, lässt den Bau von Moscheen zu"

"Wer Religionsfreiheit ernst nimmt, lässt den Bau von Moscheen zu"
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, fordert mehr islamischen Religionsunterricht und mehr islamisch-theologische Fakultäten an den Universitäten.

Anstatt Muslime auszugrenzen, müsse die Gesellschaft die Kräfte im Islam fördern, die für Menschenrechte, Toleranz und Religionsfreiheit einträten, schrieb der bayrische Landesbischof in der Juli-Ausgabe der evangelischen Monatszeitschrift chrismon, auch zu lesen im Online-Magazin chrismon.de.

Gefördert werden müssten auch diejenigen, die die islamische Tradition selbstkritisch überprüften, so wie das auch hinsichtlich der christlichen Tradition spätestens seit der Aufklärung der Fall sei. Durch islamischen Religionsunterricht könnten muslimische Jugendliche vor fundamentalistischen Abwegen bewahrt werden, erklärte Bedford-Strohm.

"Der größte Triumph der Fundamentalisten wäre es, wenn sie uns dazu brächten, unser Eintreten für die Religionsfreiheit aufzugeben oder zu schwächen", schreibt Bedford Strohm. Das sei auch genau die Logik derer, die hier den Bau von Moscheen verhindern wollten, weil Christen in manchen islamischen Ländern keine Kirchen bauen dürfen.

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