Kunstzentrum in Dresden will Flüchtlinge aufnehmen und beschäftigen

Kunstzentrum in Dresden will Flüchtlinge aufnehmen und beschäftigen
Das Europäische Zentrum der Künste in Dresden-Hellerau bereitet sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor.

Wenn die Stadt dem Vorschlag der Kultureinrichtung zeitnah zustimme, könne er sich vorstellen, dass nach Ostern erste Asylbewerber in die bereitgestellten Räume des Zentrums einziehen, sagte Intendant Dieter Jaenicke dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Dresden. "Wir wollen nicht nur reden, sondern auch ein Beispiel geben", fügte er hinzu.

Geplant sei die Unterbringung von 15 bis 18 Flüchtlingen in Wohnungen, die sonst Künstlern in Residenz zur Verfügung stehen. Derzeit würden noch Fragen der Sicherheit und des Brandschutzes geklärt. Die 85 Quadratmeter großen Wohnungen sind sonst für vier Personen ausgelegt. Daher musste ein Genehmigungsverfahren eingeleitet werden.

Das Kunstzentrum bringe neben vorhandener Räume auch gute soziale Voraussetzungen mit. "Wir sind ein internationales Zentrum. Wir sind gewohnt, ständig mit Menschen unterschiedlichster Herkunft, Schicksalen und Kulturen umzugehen", sagte Jaenicke. Es gebe einige Gruppen, vor allem Eritreer, um die sich das Zentrum bereits intensiver kümmert. Zudem böten zwei Mitarbeiter schon Deutschkurse für Flüchtlinge an.

Jaenicke verwies auf "einen hohen symbolischen Wert" der Aktion und dass es "auch einfach eine gute Nachricht nach außen wäre". Es sei überzeugt, "dass wir hier ganz anders als in anderen Unterkünften ein Modell schaffen können, wie man Flüchtlinge sinnvoll in bestehende Institutionen auch integrieren kann", sagte der Intendant. Es gehe "nicht nur um das Unterbringen". Das Zentrum wolle sich um die Flüchtlinge kümmern und sie in die künstlerische Arbeit einbeziehen.

Meldungen

Top Meldung
Mit den Beschlüssen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind weitreichende Einschränkungen verbunden. Gottesdienste bleiben aber möglich. Die Kirchen in Niedersachsen und Bremen begrüßen das und feilen an ihren Hygienekonzepten.