Sächsische Landeszentrale sieht "Pegida"-Auftritt jetzt kritisch

Sächsische Landeszentrale sieht "Pegida"-Auftritt jetzt kritisch
Die sächsische Landeszentrale für politische Bildung hat rückblickend Fehler im Umgang mit der "Pegida"-Bewegung eingeräumt.

Direktor Frank Richter sagte rund drei Wochen nach einer umstrittenen Pressekonferenz von "Pegida" in den Räumen der Dresdner Landeszentrale der Chemnitzer "Freien Presse" (Freitagsausgabe), er gebe seinen Kritikern darin Recht, dass er "auch den Gegendemonstranten noch am selben Tag ein Podium" hätte geben sollen. "An diese Möglichkeit habe ich einfach nicht gedacht. Die Zeit, in der ich zu entscheiden hatte, war sehr kurz", sagte Richter.


Wie Richter der Zeitung weiter sagte, hatte er sich zuvor beim Kuratorium der Landeszentrale und der Dresdner Staatskanzlei rückversichert. "Das war eine absolute Ausnahme-Entscheidung", sagte der Direktor der Landeszentrale. Es sei darum gegangen, nach einer Morddrohung gegen "Pegida"-Organisator Lutz Bachmann die Absage der Demonstration zu verbreiten und Krawalle zu verhindern.

Richter geht davon aus, dass die anti-islamische "Pegida" nicht so schnell verschwinden wird. Zwar könne es weniger Demonstrationen geben, "aber die Probleme bleiben". Zudem sehe er einen erheblichen Bedarf an politischer Bildung in der Bevölkerung: "Wir haben bei manchen Veranstaltungen in einen Abgrund des Nichtwissens geschaut."

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