Medienbischof Fürst: Religiöse Gefühle anderer achten

Medienbischof Fürst: Religiöse Gefühle anderer achten
Zu mehr Respekt und Einfühlungsvermögen gegenüber religiösen Empfindungen anderer hat der katholische Bischof Gebhard Fürst aufgerufen.

In der Fernsehsendung "Zapp" des NDR sagte er am Mittwochabend, satirische Beiträge hätten zwar nichts mit Blasphemie zu tun, könnten aber Menschen in ihren Empfindungen durchaus verletzen.

Fürst, der Medienbischof der katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist, kritisierte lächerlich und verächtlich machende Darstellungen von Personen, wie dies etwa das deutsche Satiremagazin "Titanic" im Juli 2012 mit Papst Benedikt XVI. getan habe. Das Magazin hatte den Papst auf dem Titel mit beschmutzten Gewand abgebildet. Man müsse solche Unverschämtheiten zwar aushalten können, ergänzte Fürst. Zugleich betonte er, dass dies Katholiken verletze, denen Papstamt und Person wichtig seien. Der Deutsche Presserat hatte damals "Titanic" für sein umstrittenes Titelbild öffentlich gerügt.

Jeder, der solche Produkte anbiete, müsse sich fragen, ob er nicht ungebührlich Grenzen überschreitet, argumentierte der Bischof der Diözese Stuttgart-Rottenburg. Ein "völliges Verweigern von Empathie gegenüber jenen, an die sich satirische Beiträge richten, sei für sein Verständnis von Kultur, von Freiheit, nicht gegeben und nicht möglich". Das schließe eine heftige und auch provozierende Streitkultur nicht aus, sagte der Theologe.

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