Expertin beklagt anhaltende Missstände in Textilproduktion

Expertin beklagt anhaltende Missstände in Textilproduktion
Trotz Verbesserungen im Brandschutz sind die Bedingungen in Bangdadesch alut Frauenrechtlern nach wie vor schlecht. Wirtschaftsvertreter beklagen, es sei schwer, wirksam Einfluss zu nehmen.

Eineinhalb Jahre nach dem Fabrikeinsturz in Bangladesch gibt es nach Expertenmeinung nur wenige Verbesserungen für Textilarbeiter. Zum Teil seien bessere Zustände beim Brandschutz und bei der Gebäudesicherheit feststellbar, sagte Gisela Burckhardt von der Frauenrechtsvereinigung Femnet am Freitag auf dem 7. Deutschen Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf. Die Arbeitsbedingungen seien dagegen nach wie vor schlecht.

Burckhardt kritisierte "massive Überstunden bis in die Nacht". Zudem seien Frauen in den Textilfabriken sexuellen Belästigungen ausgesetzt. Die Vertreterin der Clean Clothes Campaign forderte mehr Einsatz von deutschen Firmen und Handelsverbänden, um Sozial- und Umweltstandards in ihren Zuliefererfabriken in Bangladesch einzufordern und zu kontrollieren.

Auch Vertreter der Wirtschaft räumten in einer Diskussionsveranstaltung Missstände ein. Für Veränderungen sei aber mehr Zeit nötig, hieß es. Hartmut Spiesecke vom Gesamtverband der Textil- und Modeindustrie beklagte, es sei sehr schwer, wirksam Einfluss auf die Verhältnisse in Bangladesch zu nehmen. Wirtschaftsvertreter führten mehrfach komplizierte globale Lieferketten als Grund dafür an, dass Beschäftigte schlecht behandelt würden.

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