Evangelische Verbände wollen Fonds für behinderte Heimkinder

Heimkinderfonds

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Evangelische Verbände wollen Fonds für behinderte Heimkinder
Es sei eine Ungerechtigkeit, dass Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung in den bestehenden Heimkinderfonds nicht berücksichtigt worden seien, sagte Diakonie-Vorstandsmitglied Maria Loheide am Montag in Berlin

Die Diakonie und der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe appellieren an die Bundesländer, sich am geplanten Fonds für behinderte Heimkinder zu beteiligen. Es sei eine Ungerechtigkeit, dass Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung in den bestehenden Heimkinderfonds nicht berücksichtigt worden seien, sagte Diakonie-Vorstandsmitglied Maria Loheide am Montag in Berlin. Dies müsse dringend korrigiert werden. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Behindertenhilfe, Uwe Mletzko, forderte sie von den Ländern, bei der Arbeits- und Sozialministerkonferenz am Mittwoch und Donnerstag in Mainz den Weg für einen Fonds frei zu machen.

Ein enstprechender Hilfstopf wird vom Bundesarbeitsministerium geplant. Wie eine Sprecherin sagte, sei den Ländern und Kirchen bereits ein Konzept vorgelegt worden. Die Kirchen hätten sich bereits positiv geäußert. Auch im Ministerium hofft man nach ihren Worten nun auf eine Zustimmung der zuständigen Landesminister.

Das Ministerium hat nach Angaben der Sprecherin für den Fonds bereits 20 Millionen Euro eingestellt. Der Haushaltsausschuss des Bundes hat das Geld dann mit Verweis auf eine Beteiligung der Länder und Kirchen zunächst gesperrt. Es kann demnach freigegeben werden, wenn eine Beteiligung von Ländern und Kirchen steht.

Bislang gibt es im Bundesfamilienministerium einen Fonds für Opfer der Heimkinder-Erziehung in der alten Bundesrepublik, in den neben Bund und Ländern auch die Kirchen eingezahlt haben, weil sie oftmals Träger von Einrichtungen waren, in denen Heimkinder misshandelt wurden. Dazu kommt ein Fonds für Opfer der DDR-Heimerziehung, bei dem die Antragsfrist bereits abgelaufen ist. Weil auch im Heimkinder-Fonds West zum Ende des Jahres die Antragsfrist ausläuft, hatte sich die Bundesregierung dagegen entschieden, die Hilfsfonds aufzustocken und damit die Opfergruppe zu erweitern. Der neue Fonds soll im Bundesarbeitsministerium koordiniert werden, weil es zuständig ist für Belange von Menschen mit Behinderungen.

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