Anglikaner machen Weg für Bischöfinnen frei

Anglikaner machen Weg für Bischöfinnen frei
Der Weg für Frauen ins Bischofsamt in der Kirche von England ist frei. Der Gesetzentwurf nahm am Montag die letzte Hürde in der Generalsynode der anglikanischen Kirche von England.

Bei diesem letzten Schritt war nur noch die einfache Mehrheit der Synode erforderlich gewesen. Nach der Abstimmung unterzeichneten der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, und Erzbischof John Sentamu von York das Kirchengesetz.

Bei britischen Buchmachern laufen derzeit bereits Wetten darüber, wer die erste Bischöfin der Kirche von England werden könnte. Die erste Bischofsweihe einer Frau wird für 2015 erwartet. Bischofsvakanzen bestehen derzeit in den Diözesen Southwell & Nottingham, Gloucester, Oxford und Newcastle.



Zwei Jahrzehnte nach der Zulassung zum Priesteramt steht Frauen damit künftig auch das Bischofsamt offen. Bereits im Oktober hatte nach dem Oberhaus auch das Unterhaus dem Gesetz zugestimmt. Auch die Queen hatte ihre Zustimmung zu dem Gesetz gegeben.

Im November 2012 war ein Gesetzesentwurf zur Einführung von Bischöfinnen an der anglikanischen Generalsynode überraschend gescheitert und hatte die Kirche in eine tiefe Krise gestürzt. Traditionalistische Anglikaner hatten sich wiederholt gegen die Bischofsweihe von Frauen ausgesprochen.



Erzbischof Justin Welby, hatte in der Debatte im Oberhaus gefordert, Bischöfinnen noch vor den Parlamentswahlen im Mai 2015 Zugang auch zum Oberhaus zu erlauben. Es würde zu lange dauern, wenn Frauen jetzt auch noch auf einen Sitz im Oberhaus warten müssten. Derzeit haben zwei Erzbischöfe und 24 Bischöfe der Kirche von England automatisch einen Sitz im "House of Lords".

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