Medienbischof: Reformationsjubiläum Schub für christliche Publizistik

Medienbischof: Reformationsjubiläum Schub für christliche Publizistik
Der Medienbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Ulrich Fischer, sieht im bevorstehenden Reformationsjubiläum einen großen Schub für die christliche Publizistik.

"Das Jahr 2017 wirft im positiven Sinne seine Schatten voraus", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse.

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Es gebe bereits jetzt sehr viele Publikationen, die sich mit dem Reformationsjubiläum beschäftigten, betonte Fischer: "Und das ist erst der Anfang." In den nächsten Jahren werde sich dieser Trend noch verstärken. "Im Augenblick sind wir gar nicht schlecht dran." Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal der Thesenanschlag von Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg. Dies gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformationsbewegung.

Der frühere badische Landesbischof bezeichnete die Digitalisierung als große Chance, auch für die christliche Publizistik. So könnten vor allem junge Leute erreicht werden, die "ganz digital unterwegs" seien. Dennoch liege darin nicht die alleinige Zukunft der Branche. Die Lage des stationären Buchhandels habe sich stabilisiert. Das zeige, dass sich die Schwarzmalerei nicht erfüllen werde, wonach das Digitale das gedruckte Buch völlig verdrängen könnte. "Man wird beides brauchen", sagte der EKD-Medienbischof weiter.

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Fischer, der im Rat der EKD für Medien zuständig ist, wollte auf einem Rundgang auf der weltgrößten Büchermesse mit Vertretern konfessioneller, aber auch großer Publikumsverlage wie Suhrkamp sowie mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels ins Gespräch kommen.