Katholische Bischöfe beraten über Sterbehilfe und Kirchenaustritte

Katholische Kirche

Foto: dpa/Maurizio Gambarini

Katholische Bischöfe beraten über Sterbehilfe und Kirchenaustritte
Die katholischen Bischöfe in Deutschland werden bei ihrer Herbst-Vollversammlung über Sterbehilfe und Kirchenaustritte beraten.

Die Bischofs-Vollversammlung unter Leitung von Kardinal Reinhard Marx findet vom 22. bis 25. September in Fulda statt, wie die katholische Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag mitteilte. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Lage der Christen im Irak.


Der Bundestag will im Herbst die Debatte über Sterbehilfe beginnen. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Marx, hat sich gegen eine gesetzliche Zulassung der ärztlichen Hilfe zur Selbsttötung gewandt. "Selbst eng umgrenzte Regelungen liefen im Ergebnis darauf hinaus, ein angeblich 'menschenwürdiges Töten' zu organisieren", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Im Jahr 2013 verzeichnete die katholische Kirche 178.805 Kirchenaustritte, rund 60.000 mehr als im Jahr davor. Dies wurde in einigen Bistümern auf den Fall des ehemaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst zurückgeführt. Mit Bezug auf einen "Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust" im zweiten Halbjahr 2013 wertete Marx die Statistik als "hilfreichen Weckruf". Ende 2013 gehörten knapp 24,2 Millionen Menschen der katholischen Kirche an.

An der Vollversammlung nehmen 66 Diözesan- und Weihbischöfe teil. Die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmäßig im Frühjahr und Herbst zusammentritt, ist das oberste Gremium der Bischofskonferenz.

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