Friedensnobelpreis: Papst Franziskus vorne bei Wetten und Prognosen

Foto: dpa/Sven Hoppe
Papst Franziskus ist einer der drei Favoriten für den Friedensnobelpreis.
Friedensnobelpreis: Papst Franziskus vorne bei Wetten und Prognosen
Papst Franziskus, der kongolesische Arzt Denis Mukwege und der US-Pazifist Gene Sharp teilen sich die Favoritenrolle für den Friedensnobelpreis in den Wettbüros.

Online tippen die meisten einen Monat vor Bekanntgabe des Preisträgers am 10. Oktober, dass einer der drei Männer die Auszeichnung erhalten wird. Mukwege setzt sich im Kongo für Opfer sexueller Gewalt ein, Sharp ist durch seine Theorie der gewaltfreien Aktion bekannt geworden. Beide sind bereits Träger des Alternativen Nobelpreises.

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Der jungen pakistanischen Mädchenrechtsaktivistin Malala Yousafzai werden ebenfalls gute Chancen auf den Friedensnobelpreis eingeräumt, nachdem sie im vergangenen Jahr bei den Online-Wetten favorisiert wurde. Die 17-Jährige setzt sich vor allem für Bildungschancen für Mädchen ein und wurde bei einem Anschlag der radikal-islamischen Taliban schwer verletzt. Auch andere bekannte Namen wie der von Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) oder des NSA-Whistleblowers Edward Snowden werden in Wettbüros wiederholt genannt.

Das für die Vergabe der Auszeichnung zuständige Nobelkomitee in der norwegischen Hauptstadt Oslo selbst hält sich traditionsgemäß bedeckt: Über die Nominierten selbst werden keine Informationen veröffentlicht. Bekanntgegeben wird aber die Zahl der Vorschläge: In diesem Jahr sind 278 Vorschläge eingegangen, so viele wie noch nie zuvor. Darunter sind 47 Organisationen.

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Auf der Favoritenliste des Direktors des Osloer Friedensforschungsinstituts PRIO, Kristian Berg Harpviken, stehen Papst Franziskus und Edward Snowden ganz oben. Malala Yousafzai belegt den dritten Platz. Gute Chancen haben demnach auch die russische Zeitung "Nowaja Gaseta", für die die getötete Journalistin Anna Politkowskaja schrieb, sowie der kongolesische Arzt Mukwege.

Der Friedensnobelpreis wird traditionell am 10. Dezember in Oslo verliehen, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel. Im vergangenen Jahr wurde die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen ausgezeichnet.