Appell zur Freilassung des auf Kuba inhaftierten US-Bürgers Gross

Appell zur Freilassung des auf Kuba inhaftierten US-Bürgers Gross
Der Gesundheitszustand des seit vier Jahren auf Kuba inhaftierten US-Amerikaners Alan Gross soll sich erheblich verschlechtert haben.

Sein Anwalt Scott Gilbert erklärte, dass Gross nicht mehr lange im Gefängnis aushalte und sich bereits von seiner Familie verabschiedet habe, wie die US-Zeitung "El Nuevo Herald" am Dienstag (Ortszeit) berichtete. Der jüdischstämmige Computerspezialist wurde 2009 auf Kuba festgenommen und wegen Spionage von einem kubanischen Gericht zu 15 Jahren Haft verurteilt. In einem Brief forderten am Montag 300 US-Rabbiner Präsident Barack Obama zu Verhandlungen mit Kuba auf, um den 65-Jährigen freizubekommen.


"Alan ging nach Kuba im Auftrag der US-Regierung", schrieben sie. Seine sofortige Freilassung solle deswegen eine Priorität für das Land sein. Gross war Mitarbeiter einer Firma, die für die staatliche Entwicklungsagentur USAID arbeitete.

Anwalt Gilbert berichtete, der Gesundheitszustand seines Mandanten sei schlecht. Er habe fast seine komplette Sehfähigkeit auf dem rechten Auge verloren. Gross wurde festgenommen, als er in Havanna technische Geräte wie Handys verteilte. Die Geräte waren nach US-Angaben für die Kommunikation von kubanischen Juden mit Glaubensgenossen in anderen Ländern bestimmt. Kuba wirft Gross dagegen vor, die Telefone könnten auch für geheimdienstliche Tätigkeiten benutzt werden. Die Inhaftierung von Gross versetzte der vorsichtigen Annäherung der USA mit Kuba nach Amtsantritt von Präsident Obama einen Rückschlag.

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