Zweite Festnahme nach Brandanschlag auf Wuppertaler Synagoge

Zweite Festnahme nach Brandanschlag auf Wuppertaler Synagoge
Nach dem Brandanschlag auf die Wuppertaler Synagoge in der Nacht zum Dienstag hat die Polizei einen zweiten Tatverdächtigen festgenommen.

Der am Dienstagabend gefasste Mann sowie der bereits zuvor festgenommene 18 Jahre alte mutmaßliche Mittäter sollten am Mittwochnachmittag in Wuppertal einem Haftrichter vorgeführt werden, wie Oberstaatsanwalt Hans-Joachim Kiskel dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. Die Fahndung nach einem möglichen dritten Tatbeteiligten dauerte an.

In der Nacht zum Dienstag hatten drei Männer mehrere Molotowcocktails auf die Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen geworfen. Die direkt an der Synagoge gefundenen Brandbeschleuniger brannten nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht. Zuvor hatten am Wochenende Unbekannte den Schriftzug "Free Palastine" an die Wand der Synagoge geschmiert. Rund 250 Menschen nahmen am Dienstagabend nach Angaben der Polizei an einer Solidaritäts-Kundgebung vor dem jüdischen Gotteshaus teil.

Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen vor drei Wochen kam es in ganz Deutschland verstärkt zu Angriffen auf jüdische Einrichtungen. Bei israelkritischen Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt wurden zudem antisemitische Parolen skandiert.

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