Guerillagruppe in Kolumbien äußert Dialogbereitschaft

Guerillagruppe in Kolumbien äußert Dialogbereitschaft
Die drittgrößte Guerillagruppe Kolumbiens hat ihre Beteiligung am Friedensdialog in dem südamerikanischen Land angeboten. "Es ist an der Zeit, den bewaffneten Konflikt mit allen Guerilla-Organisationen zu beenden", erklärte die EPL (Ejército Popular de Liberación) in einem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Schreiben.

In dem von der Zeitung "El Espectador" zitierten Brief fordert die EPL die Regierung auf, einem sofortigen Waffenstillstand zuzustimmen.

Seit November 2012 verhandelt Kolumbiens Regierung unter Präsident Juan Manuel Santos mit der größten Guerillagruppe FARC über ein Friedensabkommen. Seit Januar dieses Jahres laufen zudem Vorgespräche mit der ELN, der zweitgrößten Guerilla des Landes.

Die EPL wurde 1967 gegründet und legte 1991 offiziell die Waffen nieder. Einige Abtrünnige setzten jedoch den bewaffneten Kampf fort. Schätzungen zufolge umfasst die Guerilla weniger als 200 Kämpfer und ist vor allem im Nordosten Kolumbiens aktiv. Die Regierung wirft der EPL vor, sich vor allem dem Drogenhandel zu widmen.

Die Friedensgespräche mit der FARC werden am 11. August in der kubanischen Hauptstadt Havanna fortgesetzt. Auf der Tagesordnung steht der Umgang mit den Opfern des Jahrzehnte währenden Krieges. Dabei geht es um Entschädigungszahlungen, die Rechte der Opfer sowie um die Einrichtung einer Wahrheitskommission.

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