Nach langer Suche: "Sea-Watch 4" darf Hafen in Palermo anlaufen

Nach langer Suche: "Sea-Watch 4" darf Hafen in Palermo anlaufen
Erleichtrerung über sicheren Hafen in Palermo für Rettungsschiff
©epd-bild-Thomas Lohnes
Hoffnung für die Geflüchteten auf der "Sea-Watch 4": Dem Rettungsschiff wurde für den morgigen Mittwoch ein sicherer Hafen in Palermo zugesagt.
Elf Tage nach der ersten Rettungsaktion wird das Schiff "Sea-Watch 4" voraussichtlich am Mittwoch die 353 Migranten den italienischen Behören übergeben können. Für evangelisch.de schreibt die Pfarrerin und Journalistin Constanze Broelemann in ihrem Blog, wie die Nachricht auf dem von der Evangelischen Kirche mitfinanziertem Schiff ankam.

Große Freude heute Morgen auf den Decks der "Sea-Watch 4". Das Warten hat ein Ende! Die italienischen Behörden haben dem Rettungsschiff einen sicheren Hafen in Palermo zugesagt. Voraussichtlich am morgigen Mittwochmittag wird die Crew der "Sea-Watch 4" die 353 Geretteten an Italien übergeben.

Doch sofort wird es für die Nord-, West- und Ostafrikaner noch nicht an Land gehen. Zunächst werden sie via kleiner Boote auf eine eigens dafür gecharterte Fähre gebracht. Dort müssen sie nach einer vermutlich 14-tägigen Quarantäne einen Corona-Test machen.

Ebenso werden wir, die als Crew und Begleiter*innen an Bord der "Sea-Watch 4" sind, noch an Bord bleiben müssen, um erneut in Quarantäne zu gehen.

Ein alleine reisender jugendlicher Migrant dankt Ärztin Aniek Combak..

Nichtsdestotrotz: Die Erleichterung ist groß, dass diese Mission und diese Reise für alle bald zu Ende ist. Ich habe Tränen in den Augen einiger Crewmitglieder gesehen. Gäste und Crew umarmten sich: " Good Job", "Thank you", "Merci" hieß es von allen Seiten.

© epd-Video: ekn/Lukas Schienke, Markus Grieger, Thomas Lohnes

Heute Abend wird wohl noch ein bisschen getanzt. Gut, dass die "Sea-Watch 4" nun einen Hafen hat, viel länger wäre die Situation auch nicht mehr gut tragbar gewesen.

 

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