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St. Nikolai in Leipzig - Eine Kirche des Friedens

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St. Nikolai in Leipzig - Eine Kirche des Friedens
St. Nikolai ist der Schutzpatron der Kaufleute

Foto: akg-images

St. Nikolai ist der Schutzpatron der Kaufleute

Foto: akg-images

St. Nikolai blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die dem Schutzpatron der Kaufleute geweihte Kirche wurde bei Gründung der Stadt 1165 an der Kreuzung von zwei Handelswegen erbaut. 850 Jahre ist sie alt. Dieser Kupferstich ist aus dem 18. Jahrhundert.

Johann Sebastian Bach musizierte in der Nikolaikirche

Foto: epd-bild / Andreas Schoelzel

Zwischen 1723-1750 wirkte in dieser Kirche der berühmteste der Leipziger Kantoren, Johann Sebastian Bach. Am Karfreitag 1724 hat er sein bis dahin umfangreichstes Werk, die Johannespassion, in der Nikolaikirche uraufgeführt. Diese Büste von Johann Sebastian Bach steht heute im Kirchenraum.

Die "Luther-Kanzel" aus der ehemaligen Schloßkirche in Wittenberg

Foto: akg-images

Die "Luther-Kanzel" aus der ehemaligen Schloßkirche in Wittenberg wird jetzt in der Nikolaikirche aufbewahrt. Der Reformator selbst hatte nie in der Nikolaikirche gepredigt. Hier wurde aber in seinem Geiste gepredigt.

Palmsäule  und Orgel im Innenraum der Leipziger Nikolaikirche

Foto: akg-images / Dieter E. Hoppe

Mit den Palmwedeln wurde innerhalb der Nikolaikirche im 18. Jahrhundert im Zuge der Aufklärung zwischen 1784 und 1797 eine Art Salomonischer Tempel angedeutet. Palmblätter stehen symbolisch für Frieden.

Außenfassade der Kirche in Leipzig

Foto: Getty Images/Lonely Planet Image/Witold Skrypczak

Die Nikolaikirche ist mit 63 Metern Gesamtlänge und einer Gesamtbreite von 43 Metern die größte Kirche der Stadt. Die heutige Gestalt erhielt sie nach dem spätgotischen Umbau im 16. Jahrhundert. Die letzten großen baulichen Veränderungen erfolgten von 1901 bis 1902 an der Außenfassade.

Montagsdemonstrationen im Jahr 1989 führen zum Mauerfall

Foto: epd-bild/Andreas Schoelzel

Zahlreiche DDR-Bürger demonstrierten am 4. September 1989 vor der Nikolaikirche im Anschluß an einen Friedens-Gottesdienst für Reisefreiheit. Die Volkspolizei versperrte den Weg von der Nikolaikirche in die Leipziger Innenstadt. Die Friedensgebete ermutigten Menschen auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Es waren Bilder, die um die Welt gingen.

Friedenssäule vor der Kirche

Foto: Getty Images/Universal Images Gr/Premium UIG

Auf dem Nikolaikirchhof der Kirche wurde 1999 die Nachbildung einer Dauthe'schen Säule errichtet, die als Friedenssäule an die Montagsdemonstrationen und die Friedhaftigkeit der Revolution erinnern soll.

Gottesdienste in St. Nikolai

Foto: epd-bild / Andreas Schoelzel

Obwohl die Nikolaikirche der evangelischen Kirche gehört, wird das Kirchengebäude von beiden Konfessionen, auch von der katholischen Propstgemeinde, zur Feier der sonntäglichen Messe und anderer Feiern genutzt.

Nacht der Lichter

© © epd-bild / Peter Endig

Seit 1978 finden traditionelle "Europäische Jugendtreffen" der "Communaute de Taize" zum Jahresende in jeweils einer anderen europäischen Metropole statt. Im Jahr 1999 fwurde der besondere Gottesdienst, die "Nacht der Lichter", in der St. Nikolaikirche gefeiert.

Pfarrer Christian Führer war der Pfarrer der Nikolaikirche und verstarb am 30. Juni 2014

Foto: epd-bild / Jens Schlüter

Anfang der 1980er startete Christian Führer die Friedensgebete, die zu einer wöchentlichen Einrichtung wurden. Sie gelten als Initialzündung für die großen Montagsdemonstrationen, die das Ende der SED-Herrschaft einläuteten. Bis zum 20. März 2008 war er Pastor der Nikolaikirche. Sein Nachfolger ist Bernhard Stief. Führer starb am 30. Juni 2014. Die Kirchgemeinde verwirklicht bis heute das Konzept der "Offenen Stadtkirche" mit Hilfe von Ausstellungen oder Konzerten.

850. Festjahr  im Jahr 2014

Foto: epd-bild / Uwe Schönfeld

Das Festjahr wurde am 6. Dezember 2014 mit einem Festgottesdienst und einem Festkonzert eröffnet. Ein Jahr lang wird gefeiert. Die erste Festwoche ist vom 17. bis 24. Mai und wird mit einem Gemeindefest von St. Nikolai mit allen Leipziger Kirchgemeinden gefeiert, die zweite Festwoche ist vom 4. bis 11. Oktober 2015.

Die neuen acht Glocken der Leipziger Nikolaikirche

© epd-bild / Uwe Winkler

Die neuen acht Glocken der Leipziger Nikolaikirche sind am 29.06.2019 mit einem Festgottesdienst eingeweiht worden. Der Gottesdienst war Höhepunkt des Festwochenendes zur Glockenweihe, anschließend wurden sie nach und nach in die beiden Kirchtürme hiaufgezogen. Sechs der Glocken wurden neu geschaffen, zwei Glocken wurden restauriert.

St. Nikolai in Leipzig gehört zu den berühmtesten Kirchen Deutschlands. Das hat mit ihrer Rolle im Herbst 1989 zu tun. Die Friedensgebete ermutigten Menschen auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Die Stadtkirche ist "offen für alle" und gilt als der älteste noch erhaltene Kirchenbau in Leipzig.

Diese Galerie erschien erstmals am 13. Mai 2013.