Zusammenleben ohne Berührungsängste: Das christlich-jüdische Seniorenheim der Budge-Stiftung

Senioren-Wohnanlage und Pflegezentrum "Henry und Emma Budge-Stiftung" in Frankfurt am Main

© epd-bild/Heike Lyding

Bewohnerin Renate Koelliker (Kö†lliker) und die evangelische Pfarrerin Melanie Lohwasser, Ansprechpartnerin fuer die religioesen Beduerfnisse der christlichen Bewohnerinnen und Bewohner der Senioren-Wohnanlage und Pflegezentrum "Henry und Emma Budge-Stiftung" in Frankfurt am Main (Foto vom 25.09.2020). In ihrem Alten- und Pflegeheim leben und feiern Juden mit Nichtjuden zusammen. Nach dem Holocaust ein gewagtes Experiment. Zurueck geht es auf Henry Budge (1840-1928). Der gebuertige Frankfurter juedischen Glaubens machte sich und der Stadt am 20. November vor 100 Jahren ein besonderes Geschenk. An seinem 80. Geburtstag errichtete der in den USA zu Vermoegen gekommene Kaufmann die "Henry und Emma Budge-Stiftung". Sie sollte der Fuersorge dienen, und Budge bestimmte: "Die Wohltaten sollen Juden und Christen je zur Haelfte zugutekommen." Inzwischen ist die Gruppe der Christen auf Nichtjuden erweitert worden. (Siehe epd-Feature vom 29.10.2020)

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Melanie Lohwasser und Renate Kölliker

Pfarrerin Melanie Lohwasser (links) ist Ansprechpartnerin für die religiösen Bedürfnisse der christlichen Bewohnerinnen und Bewohner der Senioren-Wohnanlage und des Pflegezentrums der Henry und Emma Budge-Stiftung. Die über 80-jährige Renate Kölliker hat erstmals im Budge-Heim jüdische Nachbarn kennengelernt. Nun lernt sie Hebräisch übersetzen und will das Judentum genau kennenlernen.

Jörg Echtler
Jens Bayer-Gimm (epd), Heike Lyding (Fotos)
Zusammenleben ohne Berührungsängste: Das christlich-jüdische Seniorenheim der Budge-Stiftung

Im Alten- und Pflegeheim der "Henry und Emma Budge-Stiftung" in Frankfurt am Main leben Juden und Nichtjuden zusammen und feiern auch ihre Feste gemeinsam. Nach dem Holocaust ein gewagtes Experiment. Zurück geht es auf Henry Budge (1840-1928), der die Stiftung bereits 1920 gründete - mit der Vorgabe: "Die Wohltaten sollen Juden und Christen je zur Hälfte zugute kommen".