Konfirmation mit Bollenhut

Junges Mädchen in Schwarzwälder Tracht mit roten Bollenhut und Schmuckband

© Christina Stohn

Der Bollenhut ist das auffälligste Merkmal der Tracht im Gutachtal. Vor gut 200 Jahren wurde er erfunden und im Lauf der Zeit immer größer. Heute wiegt ein solcher Hut rund 1,5 Kilogramm - ihn zu tragen ist ein kleines Kunststück.

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Ein Farbklecks...

Der Bollenhut ist das auffälligste Merkmal der Tracht im Gutachtal. Vor gut 200 Jahren wurde er erfunden und im Lauf der Zeit immer größer. Heute wiegt ein solcher Hut rund 1,5 Kilogramm - ihn zu tragen ist ein kleines Kunststück.

 

Christina Stohn
Anika Kempf, Jörg Echtler (Text), Christina Stohn (Fotos)

Konfirmation

Bei der Konfirmation werden junge Menschen zu Kirchenmitgliedern mit allen Rechten und Pflichten. Zum ersten Mal sagen sie selbst "Ja" zum christlichen Glauben. Darum wird dieser Tag groß gefeiert.
Konfirmation mit Bollenhut
Der Bollenhut ist heute weltberühmt. Sogar in China kennt man den stattlichen Kopfputz, er gilt als Symbol für den Schwarzwald schlechthin. Erfunden wurde der Bollenhut in den Dörfern Gutach, Kirnbach und Reichenbach. Ende des 18. Jahrhunderts gehörten die drei abgelegenen Talorte zum Herzogtum Württemberg - evangelische Enklaven im katholischen Baden. Die Hutmacherei war ein Ausweg aus der Armut - von Herzog Friedrich Eugen persönlich empfohlen. Die Menschen legten ihre Tracht auch zu kirchlichen Anlässen an - etwa zur Konfirmation. Den jungen Mädchen bot sich hier die Gelegenheit, mit den leuchtend roten Hüten zu glänzen. Dass die Tradition in den Dörfern noch heute lebendig ist, zeigt unsere Fotoreportage.