EKD-Chef fordert mehr Schutz für religiöse Minderheiten in Nahost

Kopten in Kairo

Foto: epd-bild/Agata Skowronek

Nach den Anschlägen auf Kirchen in Ägypten hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, mehr Schutz für religiöse Minderheiten im Nahen Osten gefordert.

"Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht", sagte der bayerische Landesbischof den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). "Religiöse Minderheiten im Nahen Osten brauchen dringend einen besseren staatlichen Schutz", erklärte er. Die Behörden in Ägypten und anderen Ländern müssten Sicherheit für alle Bürger vor solchen grausamen Verbrechen garantieren.

"Die Anschläge machen mich wütend", sagte der Ratsvorsitzende. "Ich bin im Gebet bei den Opfern dieser fürchterlichen Angriffe." Die Menschen in Ägypten und überall auf der Welt sollten sich nun dafür einsetzen, "dass solch ein menschenverachtender Fanatismus, der zu solchen Taten führt, endlich überwunden wird".

Bei zwei Bombenanschlägen auf koptische Kirchen am Palmsonntag in Tanta und Alexandria waren etwa 50 Menschen getötet und über 100 verletzt worden. Die Terrororganisation "Islamischer Staat" hat sich zu den Taten bekannt.