Grönland

<p><strong>Das Land und die Menschen:</strong> Kalaallit Nunaat nennen die Einwohner Grönland: Land der Menschen. Nur rund 57 000 leben auf der größten Insel der Erde. Mit zwei Millionen Quadratkilometern ist sie fast acht Mal so groß wie Deutschland. Nur ein Sechstel ist eisfrei und bewohnbar. Geographisch zählt Grönland zu Nordamerika, politisch als autonomer Teil zum Königreich Dänemark. Deswegen wird Dänisch und Grönländisch gesprochen. Die frühesten Inuit-Kulturen wanderten vor etwa 2500 Jahren aus Alaska und Kanada ein.</p>

<p><strong>Die Probleme:</strong> Laut dem Kinderhilfswerk UNICEF ist jedes sechste Kind in Grönland unterernährt. Jedes dritte Mädchen unter fünfzehn Jahren wurde schon einmal sexuell missbraucht, jeder fünfte Grönländer hat mindestens einmal versucht, sich das Leben zu nehmen. Die monatelange Dunkelheit mag ein Grund sein für die hohe Zahl an Selbstmorden.<br />
Armut, schwerer Alkoholmissbrauch und vernachlässigte Kinder sind auch Zeichen eines schweren kolonialen Erbes. Wie die Indianer oder Aborigines leben die Inuit mit einer nationalen Identitätskrise.</p>

<p><strong>Das Heim:</strong> Das Kinderheim von Uummannaq ist das älteste in Grönland. 1929 wurde es als Sanatorium für Waisen und kranke Kinder gebaut. Seit 1985 leitet Ann Andreasen das Heim. Vor zwanzig Jahren wurde Uummannaq Music gegründet: Seitdem reisen die Kinder für Konzerte um die Welt. Der mit einem Oscar nominierte Spielfilm "Inuk" erzählt die Geschichte des Heims. Schauspieler waren die Jäger, Mitarbeiter und Kinder.</p>

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