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Bibel
Hallo Frau Heu,
ich forsche und lese sehr gerne in der Bibel. Nun bin ich bei einer solchen "Bibelforschung" auf einen Text im Alten Testament (AT) gestoßen, der, wie schon viele Bibeltexte zuvor, besonderes Interesse in mir geweckt hat.
Es geht um den Bibeltext unter Hesekiel 37,1-14 (Israel, das Totenfeld, wird durch Gottes Odem lebendig) Meine Frage dazu ist diese: Wird mit diesem Text, bereits im AT, die Auferstehung von den Toten und die Entstehung eines neuen Leibes beschrieben?
Später, im Neuen Testament (NT), wird in 1. Korinther 15,1-58 (Von der Auferstehung) sehr ausführlich über das Thema Auferstehung und den neuen Leib geschrieben.
In beiden Texten wird also von der Entstehung von etwas Neuem, einem neuen Leib, berichtet und doch lesen sich beide Texte total unterschiedlich.
Können Sie mir, aus Ihrer Sicht, etwas über diese Texte schreiben? Ist es richtig von mir gedacht, wenn ich diese beiden Texte in Verbindung zueinander bringe und sehe?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen und bedanke mich schon heute für Ihre Mühe.
Herzliche Grüße
Susanne
Lieber Herr Muchlinsky,
in meinem Urlaub konnte man sich in einer Kirche einen Bibelspruch mit auf den Weg nehmen, was ich sehr schön finde. Nun habe ich aber einen Spruch erwischt, den ich nicht so richtig verstehe, auch wenn ich inzwischen zu Hause schon den ganzen Absatz im Zusammenhang gelesen habe. Es ist aus dem 2. Korintherbrief 12,9: "Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit." Ich verstehe, dass wir uns als Christen nicht aus unserer eigenen Stärke oder dem Glauben heraus das ewige Leben verdienen können, sondern dass wir auf die Gnade Gottes vertrauen. Und dass Jesus ein schwacher Mensch wurde und sich darin seine Kraft vollendet hat. Ist das mit diesem Spruch gemeint? Aber vorher schreibt Paulus, dass er darum gebetet hat, dass ein Engel des Satans von ihm weiche. Wie passt denn da bitte das Zitat als Antwort darauf? Und danach will sich Paulus seiner Schwachheit rühmen. Sollte man sich einer Schwachheit rühmen? Schwachheit annehmen kann ich mir ja noch vorstellen...Können Sie bitte schreiben, wie Sie diese Bibelstelle verstehen? Ich finde die Erklärungen auf dieser Seite immer wirklich hilfreich und gut verständlich. Vielen Dank schon jetzt! MfG
Sehr geehrter Pastor Muchlinsky!
Ich habe ein sehr, sehr großes Problem mit dieser Bibelstelle. Für mich klingt das nach: Wenns vom Staat kommt - bloß nichts anzweifeln, bloß nicht skeptisch werden, bloß keine kritischen Fragen stellen, bloß nicht von der Position des Staates abweichen, bloß keine andere Meinung haben als die Staatsorgane, bloß nicht nachfragen, bloß nich auf Demonstrationen gehen etc.. Muß ich einen Gewissenskonflikt haben, wenn ich bei der Wahl etwas anderes ankreuze als was mein Dorf bzw. Deutschland regiert? Darf ich nur die Parteien ankreuzen, die schon im Rathaus bzw. Bundestag sitzen? Ich hatte mal vor mehreren Jahren
Ärger mit dem Sozialamt und bin zum Anwalt gegangen, und es hat nicht lange gedauert bis einige ach so wohlmeinende Mitchristen mir ausgerechnet diese Bibelstelle unter die Nase gehalten haben. Wer hat da jetzt richtig gehandelt?? Außerdem muß ich noch länger zurückdenken: bis 1995. Da hatten wir den Karlsruher Kurzschluß (Kruzifixurteil). Die katholische Kirche hat sich sehr, sehr schnell mit einenem energisch-kraftigen Ton zu Wort gemeldet. Kurze Zeit später pochte dieser Klaus Bednarz von der Sendung MONITOR auf diese ganz besonders schwierige Bibelstelle, und meinte, daß die katholische Kirche damit ihre eigenen Vorschriften mißachtet. Schon damals hatte ich ein ganz, ganz großes Problem mit dieser Bibelstelle, und der Herr Bednarz hatte mir mit seinem Bericht den Rest gegebem. Was sagen Sie??