Während einer Showveranstaltung beim Christopher Street Day ist ein Transporter in eine Menschenmenge gerast und hat dabei mehrere Personen zum Teil schwer verletzt. Eine Frau erlag dabei noch am Tatort ihren schweren Verletzungen. Insgesamt sollen 16 Menschen medizinisch versorgt worden sein, drei von ihnen schwebten vorübergehend in Lebensgefahr, erklärte ein Sprecher der Polizei.
Der mutmaßliche Fahrer sei zu Fuß geflüchtet, Polizeikräfte fahndeten mit Hochdruck nach ihm. Eine Person sei rasch identifiziert worden und soll dem islamistischen Milieu zugerechnet werden. Auch nach weiteren Tatverdächtigen wird gesucht.
Bei der identifizierten Person handelt es sich um einen in Deutschland geborenen 21-Jährigen mit libanesischen Wurzeln. Die Polizei bittet um Hilfe von Zeugen, die am Abend des Attentats Aufnahmen in der Nähe des Tatorts gemacht haben oder Hinweise zur Ermittlung des oder der Täter geben können.
Am Sonntagabend konnte die gesuchte Person in einer Gartenlaube in Berlin-Spandau ausfindig gemacht werden. Wie der Rundfunksender rbb berichtet, sollen dabei Schüsse gefallen sein, der mutmaßliche Täter kam dabei ums Leben.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, verschaffte sich schon kurz nach der Tat vor Ort einen Überblick über die Lage. Auf dem Nachrichtenportal X reagierte der 53-Jährige mit einem Statement:
"Es ist ein Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft - nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert. Berlin ist die Stadt der Freiheit - und unsere Freiheit ist heute aufs Schrecklichste angegriffen worden." Zudem dankte er den Einsatzkräften und sprach der Polizei sein Vertrauen aus.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Innenminister Alexander Dobrindt bekundeten ihre Anteilnahme. Dobrindt bot den Landesbehörden Berlins die Unterstützung des Bundes bei der Aufklärung des Attentats an. Kanzler Merz nahm am Sonntagnachmittag an einem Trauergottesdienst in der Berliner Sankt Marienkirche am Alexanderplatz teil. Mit dabei war Justizministerin Stefanie Hubig und Bildungsministerin Karin Prien.



