Pia Pritzel für chrismon
Brustkrebs
Mut und Demut werden bei mir bleiben
Vor Wochen saß ich in unserem Garten. Sonne im Gesicht, Kaffee in der Hand, und ich dachte: Endlich ist es soweit. Die Akut-Therapie ist geschafft. Mein Körper und meine Seele kommen nach. Ich lasse alles hinter mir und blicke nach vorn.
Und dann: zack.
Keine zwei Tage später kamen die heftigsten Nebenwirkungen des letzten Medikaments meiner Krebsnachsorge, das meine Therapie vervollständigen sollte. Ein Medikament, das ich noch zwei Jahre nehmen muss. Und plötzlich war alles wieder da.
Die Bedürftigkeit und Abhängigkeit als geschwächte Mutter.
Das Gefühl, von den ÄrztInnen kaum gehalten zu werden.
Die Einsamkeit im Alltag, die einen ereilt, wenn man zu schwach zum Leben ist.

