Zahl der Genitalverstümmelungen bei Frauen nimmt zu

Zahl der Genitalverstümmelungen bei Frauen nimmt zu

In Deutschland steigt einer Studie zufolge die Zahl der Frauen und Mädchen, deren Genitalien verstümmelt wurden. In ihrer am Donnerstag in Berlin vorgestellten "Dunkelzifferstatistik" geht die Frauenorganisation "Terre des Femmes" von mindestens rund 70.000 Betroffenen aus. Dies sei ein Anstieg um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 44 Prozent seit 2016. Die meisten der betroffenen Frauen oder gefährdeten Mädchen stammen laut Statistik aus Eritrea, Somalia, Indonesien, Ägypten und Äthiopien.

Laut Statistik sind außerdem rund 17.700 Mädchen und Frauen in Deutschland in Gefahr, Opfer einer Genitalverstümmelung im Ausland zu werden. "Der Handlungsbedarf ist enorm, um gefährdete Mädchen zu schützen", sagte die Bundesgeschäftsführerin von "Terre des Femmes", Christa Stolle, bei der Vorstellung der Statistik. Die Verstümmelung weiblicher Genitalien werde international als Menschenrechtsverletzung und Kindermisshandlung bewertet.

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